Interviews

Johannes Mettler
Partner, Salesresult

Stichwort Medienwandel – Wo sehen Sie die größten Chancen für Verlage?

Johannes Mettler: Die größte Chance besteht für Verlage darin, die vorhandenen Daten (Personen / Bewegung + Transaktion + Bewegung) zu pflegen, zentrieren und zu nutzen, um bestehende Angebote zu optimieren und neue Angebote und Dienstleistungen zu etablieren. Die etablierten Printmarken haben viel Potential um sich in ihrer Region oder in ihren Märkten breiter aufzustellen. Print und Online des Titels sind nur noch eine Facette.

Wohin wird die fortschreitende Digitalisierung der Branche führen? Welche technologischen Innovationen spielen dabei eine Schlüsselrolle?

Johannes Mettler: Die fortschreitende Digitalisierung zwingt die Verlage dazu, entsprechendes Personal aufzubauen und zu binden. Die Verlage kämpfen mit der restlichen Industrie um die besten Köpfe. Die fortschreitende Mobilität ist sicher eine der größten Herausforderung und damit die Notwendigkeit, neue Formen der Vertriebserlöse zu etablieren.

Wie sind Ihre Erwartungen als Referent an den VDZ Tech Summit?

Johannes Mettler: Ich erwarte mir, dass nach dem Event der Dialog zwischen Verlagen und Dienstleistern weiter gefördert wird, Es sollten Erfolgsmodelle, die nach einem Event entwickelt wurden, bei den nächsten Events vorgestellt werden.

Welchen praktischen Nutzwert bietet die Veranstaltung IT- und Business-Entscheidern?

Johannes Mettler: Ich hoffe, dass die Veranstaltung hilft, die Notwendigkeit von BIG DATA und angrenzenden Disziplinen aufzuzeigen und das es gelingt, eine sachliche Diskussion über das Thema zu führen, ohne das Buzzwords wie PRISM oder NSA fallen.


Benjamin Minack
Geschäftsführer, Ressourcenmangel GmbH

Stichwort Medienwandel – Wo sehen Sie die größten Chancen für Verlage?

Benjamin Minack: Die Vielfalt wächst. Verlage können neue Geschäftsmodelle leichter erschließen als jemals zuvor. Die Zugangsbarrieren fallen – sowohl für die inhaltlich, als auch für die räumlich ausgerichteten Wachstumsstrategien. Gute Ideen und Schnelligkeit sind hier relevante Faktoren.

Wohin wird die fortschreitende Digitalisierung der Branche führen? Welche technologischen Innovationen spielen dabei eine Schlüsselrolle?

Benjamin Minack: Alle Technologien, die es erlauben Content automatisiert zu verarbeiten, Prozesse zu verschlanken und die Effizienz journalistischer Arbeit zu erhöhen, werden an Bedeutung gewinnen. Originäre journalistische Arbeit wird eine deutliche Aufwertung erfahren.

Wie sind Ihre Erwartungen als Referent an den VDZ Tech Summit?

Benjamin Minack: Ich freue mich auf die Vorträge der Kollegen und den Austausch mit vielen Praktikern.

Welchen praktischen Nutzwert bietet die Veranstaltung IT- und Business-Entscheidern?

Benjamin Minack: Neues sehen, eigene Entscheidungen reviewen oder vorbereiten, Impulse für die Beantwortung von Zukunftsfragen und – Aufgaben mit Hilfe von Technologien erhalten.


Jan Uhlenbrok
Teamleiter Qualitätssicherung, Basecom/Neue Osnabrücker Zeitung


Stichwort Medienwandel – Wo sehen Sie die größten Chancen für Verlage?

Jan Uhlenbrok: Beim Wort "Verlag" denke ich sofort an unveränderbare Informationen auf einem unveränderbaren Medium. Ändere ich das Wort aber in "Inhalteanbieter", zeigt dies sofort die neuen Chancen auf. Inhalte jeglicher Art für jeden Leser passend aufbereiten und anbieten, das ist für mich die größte Chance, um neue Leser zu gewinnen und bestehende Leser zu behalten.

Wohin wird die fortschreitende Digitalisierung der Branche führen? Welche technologischen Innovationen spielen dabei eine Schlüsselrolle?

Jan Uhlenbrok: Jede technische Innovation, die dazu gedacht ist, aufbereitete Inhalte anzuzeigen, spielen für uns eine Rolle. Hier nun Gerätenamen, Software-Produkte oder Trends zu nennen, ist waghalsig,  denn in den nächsten Wochen bis zum VDZ Tech Summit kann es bereits hinfällig sein. Trotzdem: Ich selbst erhoffe mir viel vom sogenannten "Second Screen", vor allem aus Vermarktungssicht. Innerhalb der Branche müssen wir mit wachen Augen den digitalen Fortschritt beobachten. Oder eigentlich besser noch: Aktiv diesen mitgestalten.

Wie sind Ihre Erwartungen als Referent an den VDZ Tech Summit?

Jan Uhlenbrok: Ich freue mich auf weitblickende Vorträge und anschließende Diskussionen mit den Menschen, die für den digitalen Wandel in ihrem Haus mitverantwortlich sind.

Welchen praktischen Nutzwert bietet die Veranstaltung IT- und Business-Entscheidern?

Jan Uhlenbrok: Viele Inhalteanbieter haben die gleichen Ideen und Herausforderungen wie wir. Warum soll da jeder seine eigene Lösung finden müssen? Ich erhoffe mir viele "Best Practice"-Berichte aus den technischen Abteilungen.


Manuel Wortmann
Geschäftsführer, Basecom/Neue Osnabrücker Zeitung

Stichwort Medienwandel – Wo sehen Sie die größten Chancen für Verlage?

Manuel Wortmann: Sollten wir den Medienwandel erfolgreich bewältigen und zeigen, dass unsere redaktionellen Leistungen in der breiten Bevölkerung eine Zahlungsbereitschaft auslösen haben wir durch den digitalen Vertriebskanal viel größere Skalenerträge als beim klassischen Medium Print. Vorausgesetzt wir erreichen die kritische Masse.

Wohin wird die fortschreitende Digitalisierung der Branche führen? Welche technologischen Innovationen spielen dabei eine Schlüsselrolle?

Manuel Wortmann: Erfolgreich werden nur diejenigen sein, die sich die "Nutzerbrille" der zukünftig zahlenden Kundschaft aufsetzen können und nicht nur aus Ihre Historie heraus produktstrategische Entscheidungen treffen. Dies sollte der Grundsatz bei allen Innovationen sein, die noch kommen mögen.

Wie sind Ihre Erwartungen als Referent an den VDZ Tech Summit?

Manuel Wortmann: Interessante Vorträge, Referenten und der persönliche Austausch.

Welchen praktischen Nutzwert bietet die Veranstaltung IT- und Business-Entscheidern?

Manuel Wortmann: Wir haben in der Branche nahezu alle die identischen Herausforderungen. Hier können wir sehr viel voneinander lernen und müssen jeden holprigen Weg nicht selber gehen sondern können von unserem Umfeld lernen. So sparen wir uns in Zukunft unnötigen Frust, Zeit und damit auch unnötige Kosten.


Malte von Trotha
CFO, Styria Media Group AG

Stichwort Medienwandel – Wo sehen Sie die größten Chancen für Verlage?

Malte von Trotha: Eine kurze Beantwortung ist hier eigentlich nicht möglich. Ein Versuch soll trotzdem folgen: Medienhäuser haben die Chance, aufgrund ihrer vorhandenen Kernkompetenzen z.B. im journalistischen Bereich oder in der Kundenansprache, ihrer starken Marken und Wandlungsfähigkeit in Zukunft (vollkommen) neue Geschäftsmodelle zu etablieren, den Leser/User/... zu begleiten und so wirtschaftlich erfolgreich zu sein.

Wohin wird die fortschreitende Digitalisierung der Branche führen? Welche technologischen Innovationen spielen dabei eine Schlüsselrolle?

Malte von Trotha: Auf jeden Fall ermöglicht uns die Digitalisierung derzeit, Neues zu denken und zu realisieren. Wichtige technologische Schritte waren und sind für mich dabei u.a. das gesamte Thema der digitalen Mobilität (angefangen mit Tablets und Smartphones bis zu Apps), Lösungen zur Beherrschung von Big Data, Lösungen im Bereich Search, die open source- und cloud-Konzepte.

Wie sind Ihre Erwartungen als Referent an den VDZ Tech Summit?

Malte von Trotha: Spannende Beiträge, dass ich schlauer nach Hause fahre als ich gekommen bin und mich weiter vernetzen konnte.

Welchen praktischen Nutzwert bietet die Veranstaltung IT- und Business-Entscheidern?

Malte von Trotha: Es geht einmal nicht um die so populären Apps und Online-Auftritte. Es geht um die technologische Komplexität im Hintergrund, es geht um einen der wirklichen kritischen Erfolgsfaktoren für die Zukunft von Medienhäusern. Themen wie Effektivität, Effizienz und Flexibilität, aber auch Fragen der Kooperation stehen im Rampenlicht. Und - es geht um den (Kultur-)Wandel, der notwendig ist. Hierfür gab es bisher aus meiner Sicht keine wirklich Plattform bzgl. Austausch, Diskussion und Vernetzung.

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